Bärlauch und seine giftigen Doppelgänger
- Barbara Dux

- 23. Feb.
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 24. Feb.
Wenn im März und April die Wälder erwachen, ist der Bärlauch kaum zu übersehen. Dichte grüne Teppiche überziehen feuchte Laubwälder und Bachufer, und der intensive Knoblauchduft liegt unverkennbar in der Luft. Kein Wunder, dass der Bärlauch als beliebtes Wildkraut gilt – für Pesto, Suppen, Butter oder einfach frisch auf dem Brot. Doch wer ihn selbst sammeln möchte, sollte äusserst vorsichtig sein. Denn im gleichen Lebensraum wachsen gefährliche Verwechslungspflanzen, die bereits für schwere Vergiftungen gesorgt haben.
Doppelgänger Nr. 1: Der Gefleckte Aronstab
Der Aronstab ist wohl der bekannteste und gefährlichste Verwechslungskandidat. Er wächst mit Vorliebe in denselben schattigen, feuchten Laubwäldern wie der Bärlauch – oft sogar direkt nebeneinander. Seine Blätter sind ebenfalls breit, glänzend und dunkelgrün, und im zeitigen Frühjahr ähneln sie dem Bärlauch täuschend. Die gesamte Pflanze enthält scharfe Kalziumoxalat-Kristalle sowie giftige Saponine und Alkal
oide. Bereits der Kontakt mit dem Saft kann zu Brennen und Reizungen führen.
Doppelgänger Nr. 2: Das Maiglöckchen
Auch diese zierliche Pflanze liebt schattige Wälder und taucht zur gleichen Zeit wie der Bärlauch auf. Die Blätter sind ebenfalls glatt, oval und dunkelgrün. Das Maiglöckchen gehört zu den giftigsten heimischen Pflanzen überhaupt.
Fazit
Bärlauch ist eine wunderbare Frühlingspflanze mit grossem kulinarischem und gesundheitlichem Wert. Aber die Natur verlangt beim Wildkräutersammeln Respekt und Wissen. Aronstab und Maiglöckchen können bei Verwechslung lebensgefährlich werden. Der Geruchstest ist dein bester Freund – und im Zweifel ist Vorsicht immer die bessere Wahl.



