Das Gänsefingerkraut - Ein Kraut mit silbernen Charakter
- Barbara Dux

- 14. Mai
- 1 Min. Lesezeit
Wer das Gänsefingerkraut einmal kennt, erkennt es sofort wieder: Die gefiederten Blätter mit ihren gesägten Rändern schimmern auf der Unterseite silbrig-weiss – ein einzigartiger Anblick, der durch feine Seidenhaare entsteht. Gänse knabbern besonders gern daran.
Die leuchtend gelben Blüten erscheinen von Mai bis September. Die Pflanze breitet sich durch lange, rötliche Ausläufer aus und bildet oft dichte, flache Teppiche. Sie ist äusserst robust und gedeiht selbst auf verdichteten, feuchten Böden – dort, wo andere Pflanzen längst aufgegeben hätten.
Adstringierend und Entzündungshemmend
Der hohe Gerbstoffgehalt macht das Gänsefingerkraut zu einem ausgezeichneten Mittel bei Entzündungen der Mundschleimhaut.
Als sanfte Bitterpflanzen-Mittel regt es die Verdauungssäfte an und unterstützt eine gesunde Magenaktivität. Besonders bei Reizmagen, leichten Durchfällen oder einem trägen Verdauungssystem leistet ein Gänsefingerkraut-Tee gute Dienste.
Was das Gänsefingerkraut innerlich für gereizte Schleimhäute leistet - beruhigt, schützt, regeneriert - das tun pflanzliche Wirkstoffe auch bei entzündeter Kopfhaut. Ein starker Aufguss (Tee) aus Gäsefingerkraut kann nach der Haarwäsche und Hautunreinheiten als Spühlung verwenden werden. Eine sensible Haut/Kopfhaut braucht keine aggressiven Chemikalien, sondern pflanzliche Pflege, die das natürliche Gleichgewicht stärkt. Desshalb färbe ich nicht einfach - ich färbe mit der Natur.
Hinweis: Bei chronischen Hauterkrankungen der Kopfhaut/Haut ist es Ratsam, einen Dermatologen aufzusuchen.
Das Gänsefingerkraut erinnert mich daran, wie viel Heilkraft in den unscheinbarsten Pflanzen steckt – an denen wir täglich vorbeigehen, ohne hinzuschauen.
Beim nächsten Spaziergang – schau genau hin. Vielleicht glitzert da ein silbernes Blättchen zwischen den Steinen.



