Sauerampfer – das freche Wildkraut, das du kennen solltest
- Barbara Dux

- 9. Apr.
- 1 Min. Lesezeit
Es gibt Pflanzen, die man einmal auf der Zunge hatte und nie wieder vergisst. Der Sauerampfer ist so eine. Dieses kleine, unscheinbare Blatt mit den pfeilförmigen Enden – zu finden auf fast jeder feuchten Wiese, am Wegrand, im lichten Wald – hat eine Qualität, die mich jedes Frühjahr aufs Neue begeistert: Sauerampfer sagt dir direkt, wer er ist. Und genau das liebe ich an ihm.
Was ist Sauerampfer eigentlich?
Der Sauerampfer gehört zur Familie der Knöterichgewächse und ist in Europa weit verbreitet. Im Frühjahr sind die Blätter zart und mild, im Sommer intensiver. Schon die Kelten und Germanen kauten ihn unterwegs, um Hunger und Durst zu stillen. Sein hoher Wassergehalt macht ihn tatsächlich zu einem kleinen natürlichen Durstlöscher. Ein kleiner Hinweis: Wer zu Nierensteinen oder Gicht neigt, sollte Sauerampfer nur in Massen geniessen. Wie so oft gilt: Die Dosis macht das Gift.
Was steckt drin?
Die charakteristische Säure entsteht durch Oxalsäure – dieselbe Verbindung, die auch Spinat und Rhabarber ihren Charakter geben. Dazu kommen erfreulich viel Vitamin C, Flavonoide, Gerbstoffe sowie Eisen und Kalium. Eine bemerkenswerte Wirkstoffdichte für ein Blatt, das einfach so auf der Wiese wächst.
Mein persönlicher Blick auf diese Pflanze
Was mich immer wieder zu den Wildkräutern zurückzieht, ist diese Unmittelbarkeit. Man braucht keinen Supermarkt, kein Plastikpäckchen, keine Zutatenliste. Man braucht nur offene Augen und ein bisschen Neugier.



