Vogelmiere – das zarte Kraftpaket unter unseren Füssen
- Barbara Dux

- 23. Feb.
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 24. Feb.
Sie wächst unscheinbar zwischen Gartenbeeten, auf Äckern, an Wegrändern und sogar im Winter unter einer dünnen Schneeschicht: die Vogelmiere. Mit ihren kleinen, weissen, sternförmigen Blüten und den ovalen, hellgrünen Blättern wirkt sie fast unschuldig – und doch ist sie eine der anpassungsfähigsten und heilkräftigsten Pflanzen, die unsere gemässigte Zone zu bieten hat.
Der Name „Vogelmiere“ verrät bereits ihre frühe Nutzung: Hühner, Tauben und andere Vögel lieben sie. „Miere“ stammt vom althochdeutschen miora – was so viel wie „Krümel“ oder „kleines Kraut“ bedeutet.
Bereits im Mittelalter wurde Vogelmiere in Klostergärten geschätzt. In der Volksheilkunde galt sie als kühlend, reinigend und wundheilend. Besonders bei Hautproblemen, Juckreiz oder kleinen Verletzungen wurde sie frisch zerquetscht aufgelegt.
In Notzeiten war sie ausserdem ein wertvolles Wildgemüse – frisch, vitaminreich und fast das ganze Jahr verfügbar.
Vogelmiere in der Küche
Wer mutig ist, kann die Vogelmiere auch kulinarisch entdecken – und wird positiv überrascht sein. Die jungen Triebe und Blätter schmecken mild, leicht frisch und ein wenig nussig. Sie erinnern entfernt an Feldsalat oder Spinat.



