Weissdorn: das Herzkraut der Hecken
Aktualisiert: 22. Sept.
Wenn im Herbst die Hecken ihre roten Früchte tragen, leuchtet dazwischen oft der Weissdorn (Crataegus). Seine kleinen, roten Früchte sehen auf den ersten Blick wie Beeren aus. Botanisch handelt es sich jedoch um sogenannte Apfelfrüchte – ähnlich wie beim Apfel, nur viel kleiner. Der Weissdorn ist nicht nur eine wichtige Wildpflanze für Vögel und Insekten, sondern wird seit Jahrhunderten auch als traditionelle Heilpflanze geschätzt.
Die Früchte reifen ab September und bleiben teilweise bis in den Winter hinein am Strauch. Sie schmecken säuerlich, leicht süsslich und mehlig. Roh sind sie essbar, allerdings ist ihr Fruchtfleisch nicht besonders saftig. Im Inneren befinden sich harte Steine, die nicht mitgegessen werden sollten.
Was in den Beeren steckt
Weissdornbeeren enthalten Flavonoide, oligomere Procyanidine (OPC), Gerbstoffe, Fruchtsäuren, Pektin und Vitamin C. Diese Pflanzenstoffe sind der Grund, warum der Weissdorn seit Jahrhunderten als "Herzpflanze" gilt.
Traditionelle Anwendung
In der Volksheilkunde wird Weissdorn zur Stärkung von Herz und Kreislauf genutzt, besonders bei nachlassender Leistungsfähigkeit im Wer Herzmedikamente oder Blutdruckmittel einnimmt oder Herzbeschwerden hat, spricht die Teekur bitte vorher mit Arzt oder Apotheke ab. Das gilt auch in Schwangerschaft und Stillzeit. Kräutertee ersetzt keine ärztliche Abklärung.Alter, bei nervöser Unruhe und in stressigen Zeiten. Er wirkt sanft und braucht Geduld: Weissdorn ist keine Akutpflanze, sondern eine Kurpflanze für Wochen. Die meisten Studien beziehen sich übrigens auf Extrakte aus Blättern und Blüten. Der Beerentee ist die mildere, alltagstaugliche Variante.
Gut zu wissen
Wer Herzmedikamente oder Blutdruckmittel einnimmt oder Herzbeschwerden hat, spricht die Teekur bitte vorher mit Arzt oder Apotheke ab. Das gilt auch in Schwangerschaft und Stillzeit. Kräutertee ersetzt keine ärztliche Abklärung.




